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„Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft“, Emil Zátopek


Koralm Trailrunning Event

Der längste Lauf dieser erstmalig ausgetragenen Veranstaltung ausgetragenen geht über 55km mit 2.400Hm. Start und Ziel dieses Rundkurses ist der Hauptplatz in Deutschlandsberg. Der höchste Punkt (und bis auf die kleineren Nebengeräusche auch der längste Anstieg) ist die Koralpe. Die allermeiste Zeit geht es auf Wanderwegen und Singletrails, welche technisch wenig anspruchsvoll sind.

Auch wenn ich schon länger eine Teilnahme ins Auge gefasst habe, fiel die Entscheidung letztendlich erst am Vortag. Nachdem ich mich
dementsprechend kaum speziell vorbereitet habe und bis vor zwei Wochen einen längeren Reizhusten hatte, legte ich mir die Latte recht niedrig: ich wollte einfach eine härtere, längere Trainingseinheit absolvieren und das mit Wettkampfflair, Abwechslung und tollen Ausblicken kombinieren.

Nach dem Start fühlten sich meine Beine recht gut an und setzte mich so gemeinsam mit einem anderen Läufer an den zweiten Platz (hinter Stefan Schribl, welcher wenig überraschend eine Klasse für sich war). Das war gar nicht mein Plan, ich sah zu diesem Zeitpunkt aber keinen Grund, ohne Not die Handbremse anziehen zu müssen. Ab km 17 war ich dann schließlich alleine hinter Stefan Schribl.

Das letzte Drittel des Anstieges auf die Koralpe war dann aber schon mühsam und mir war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass es hinten raus sicher sehr mühsam werden wird. Beim Abstieg von der Koralpe habe ich vorsichtshabler Tempo rausgenommen bzw. wurde bei der dritten Labe (km 34) von drei Läufern überholt. Es kam etwas Frust auf, war aber nicht zu ändern. Mit deutlich schweren Beinen und bewusst langsamer ging es weiter zur vierten Labe (km 46). Wie ich einlaufe, liefen auch gerade die zwei Läufe von vorhin los. Motivation war wieder da und irgendwie dürfte ich deswegen unnötig beschleunigt haben.

Die logiesche Folge war ein Krampf in der Wade, welchen ich beim km 50 bekam. Leider genau bei einem steilen Bergabstück, weswegen ich dann gestürzt bzw. am Rücken mit Kopf voraus ein paar Meter runterrutschte. Zum Glück kam ich mit ein paar Abschürfungen am Bein davon. Unten angekommen und eigentlich drei Km vor dem Ziel passierte mir ein weiterer, diesmal folgenschwerer, Fehler. Ich kam auf eine kürzere Bewerbsstecke, was mir, da diese Strecke gleich markiert ist, erst nach einer halben Stunde (inkl. zur Burg Deutschlandsberg hinauf und wieder hinunter) aufgefallen ist. Bedeutet unterm Strich auf der selben Strecke wieder zurück einen Umweg von rund 6km bzw. 400Hm.

am höchsten Punkt der Strecke schaute es noch halbwegs gut aus...
am höchsten Punkt der Strecke schaute es noch halbwegs gut aus…

Die Zeit bzw. Platzierung erwähne ich daher nur der Vollständigkeit halber: durchs Ziel lief ich nach 7:10:44, was immerhin den 10. Rang ergab.